Corona-Zeiten sind Zeiten voller Unsicherheit. Doch es gibt nicht viele Orte, an denen Hygiene so groß geschrieben wird, wie in Zahnarztpraxen. (Bild: vE&K)

Corona-Folge Zahnarztangst

Seit rund einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie mehr oder weniger unser Leben. Große Verunsicherung und Angst vor einer Ansteckung und den unabsehbaren Folgen der Erkrankung belasten viele Menschen. Die Frage, wie man sich im eigenen Alltag verantwortungsvoll anderen und sich selbst gegenüber verhalten soll, ist nicht leicht zu beantworten. Auch in den Zahnarztpraxen macht sich diese Unsicherheit bemerkbar – an rückläufigen Patientenzahlen.

Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse haben ergeben, dass schon zu Beginn der Pandemie in den ersten beiden Quartalen des letzten Jahres die Termine für Prophylaxe-Termine in deutschen Zahnarztpraxen um bis zu 19 Prozent zurückgegangen sind. Auf der einen Seite ist dieser Trend verständlich, denn die Angst vor einer Ansteckung macht auch vor einer Zahnarztpraxis nicht halt. Auf der anderen Seite sind diese Bedenken bei Praxen mit funktionierendem Hygienekonzept vollkommen ungerechtfertigt – man muss die Patienten nur davon überzeugen.

Strenge Hygienemaßnahmen schon vor Corona

Schon bevor es im Frühjahr 2020 zu den ersten Corona-Ausbrüchen in Deutschland kam, waren die allermeisten Zahnarztpraxen in Deutschland unter hygienischen Gesichtspunkten ganz weit vorne. Bereits im Jahr 2016 betrugen die durchschnittlichen Ausgaben für Hygienemaßnahmen rund 70.000 Euro. Wichtige Schutzvorkehrungen wie die Verwendung von Mundschutz, Schutzbrillen und Handschuhen sowie eine sorgfältige Flächendesinfektion nach jedem Patienten waren und sind Standard. Unter dem Titel „Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene“ legte das RKI Vorgaben fest, um die Verbreitung potentieller Infektionskrankheiten wie Masern, Tuberkulose oder Hepatitis zu verhindern. Ohne etwas vorausahnen zu können, war die Zahnmedizin also schon gut auf die Corona-Pandemie vorbereitet. 

Zusätzliche Maßnahmen

Um den guten Schutz für Patienten und Personal auch in der Corona-Pandemie aufrecht zu erhalten, gibt es einige zusätzliche Maßnahmen, die im Umgang mit Patienten und in der Praxisorganisation zu beachten sind – und die in den allermeisten Praxen gut eingeübte Routine sind:

  • Großzügige Taktung der Termine, so dass sich nur wenige Patienten zeitgleich in der Praxis aufhalten
  • Aufbau von Spuckschutzwänden im Empfangsbereich
  • Regelmäßiges Lüften auch bei niedrigen Außentemperaturen
  • Regelmäßige Covid-19 Tests für alle Angestellten
  • Verpflichtendes Tragen eines geeigneten Mund-Nase-Schutzes für alle Menschen, die sich innerhalb der Praxisräume bewegen
  • Fordern Sie Ihre Angestellten, Patientinnen und Patienten dazu auf, die Praxis nicht mit Erkältungssymptomen zu betreten.

Auch wenn all diese Maßnahmen umgesetzt werden, wissen beunruhigte Patientinnen und Patienten oft nicht um die objektive Sicherheit beim Zahnarzt.

Auf die Kommunikation kommt es an!

Sollte es unter Ihren Patienten vermehrt Fälle geben, die aus Verunsicherung ihre Vorsorge vernachlässigen, kommt es – neben den beschriebenen Hygienemaßnahmen – vor allem auf die Kommunikation an. Sprechen Sie die betreffenden Personen wenn möglich aktiv an und klären Sie diese auf:

  • Beschreiben Sie Ihr Hygienekonzept.
  •  Verweisen Sie auf die regelmäßigen Testungen in Ihrer Praxis und auf die im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich geringeren Infektionszahlen unter zahnmedizinischem Personal.
  • Zitieren Sie gerne das Positionspapier der Zahnärztekammer vom 30. Oktober 2020, in dem es im Fazit heißt: „Zahnarztbesuche in Deutschland sind für die Patienten überaus sicher. Die generell und bereits vor Corona äußerst strengen Hygienevorschriften in der Zahnmedizin im Vergleich zu anderen Gesundheitsberufen tragen sehr zu einem entsprechend hohen Schutzniveau – auch unter Corona-Bedingungen in den Praxen bei.“

Eine gute und auf belegbaren Argumenten basierende Kommunikation kann dazu beitragen, Ängste abzubauen und die Bereitschaft zur zahnmedizinischen Vorsorge wieder zu steigern.

Und was können wir für Sie tun? 

Generell verdienen die Zahnarztpraxen in Deutschland ein dickes Lob für ihre Hygienekonzepte und den Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pandemie. Sollten Sie dennoch Fragen zu Hygienethemen haben oder eventuell diesbezüglich einen gewissen Nachholbedarf in Ihrer Praxis sehen, helfen wir mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung gerne weiter. Unsere Hygiene-Experten sind für Sie da!

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