Steuertipp: Investitionen geschickt planen

Ein Expertentipp vom Dipl.-Finanzwirt Dirk Herschbach

Wer Investitionen geschickt plant, profitiert noch im Jahr der Anschaffung von der maximal möglichen Abschreibung. Faustformel: Wer früh im Jahr investiert, kann mehr abschreiben – wer wartet, den bestraft die AfA.

 

Der Grund dafür ist einfach erklärt: Unter steuerlichen Gesichtspunkten gilt es zu bedenken, dass Abschreibungen für Investitionsgüter nur zeitanteilig angerechnet werden. Also richtet sich der Beginn der steuerlichen Abschreibungsperiode nach dem Datum der Anschaffung oder Fertigstellung des jeweiligen Investitionsgutes – und nicht etwa nach dem Bestelldatum. Wer also im Dezember ein Investitionsgut in Betrieb nimmt, kann nur noch 1/12 der für das Gesamtjahr maßgeblichen Abschreibungssumme geltend machen. Insofern können sich Zahnärzte und Laborinhaber die Investitions- und Inbetriebnahmerallye zum Jahresende ersparen.

Die meisten Zahnärzte können auch nicht Sonderabschreibungen für kleine und mittlere Unternehmen gem. § 7 g EStG beanspruchen, denn diese setzen einen Vorjahresgewinn von weniger als 100.000 Euro voraus. Diese Vorschriften werden übrigens auch auf die steuerliche optimale Nutzung der Finanzierungskosten (etwa bei Disagios) angewendet.

 Fazit: Von der vollen Jahresabschreibung profitieren Sie in aller Regel nur bei Anschaffung und Aufstellung Ihres Investitionsgutes zum Start in ein neues Jahr, aktuell eben bei der Einnahmeüberschussrechnung für das Jahr 2018.

Auch für Existenzgründer ist in der Regel keine überstürzte Eile geboten. Diese könnten je nach Größe des Unternehmens durch Investitionsabzugsbeträge und die Möglichkeit von Sonderabschreibungen im Jahr 2018 ihre Investitionen steueroptimal darstellen. Auch der Gesetzgeber scheint in diesem Jahr niemandem in die Quere zu kommen: Veränderungen im Bereich der Abschreibungshöhe oder der Nutzungsdauer sind derzeit nicht geplant.

 

 

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