Funktionell und stylish – ein gut geplanter Steri kann sich sehen lassen (Foto: Kappler)

So schön kann ein Steri sein

Ein Kommentar von Nadja Aufterbeck, Einrichtungsexpertin bei van der Ven

Aus hygienischer Sicht ist der Steri der wichtigste Raum jeder Praxis. Optimalerweise erfüllt er nicht nur die funktionellen Notwendigkeiten, indem die Richtlinien des RKI oder für Arbeitsstätten eingehalten werden. Ein gut geplanter Steri genügt auch den Ansprüchen an gutes und stilvolles Design. Wie sich bei der Planung und Einrichtung des Aufbereitungsraums Funktion und Chic vereinen lassen, möchte ich Ihnen an dieser Stelle erläutern.

 

Oberste Priorität im Steri haben die richtige Reihenfolge der Arbeitsabläufe sowie die eindeutige Trennung der Bereiche „Unrein“ und „Rein“. Dafür kann eine unterschiedliche Farbcodierung in Form farbiger LEDs oder von farbigem Spritzschutz aus Schichtstoff oder Glas zum Einsatz kommen – zum Beispiel rot für den „unreinen Bereich“ und grün für den „reinen Bereich“. Das sorgt nicht nur für schnelle Orientierung, sondern macht auch optisch etwas her. Beachten Sie, dass der bis vor einigen Jahren noch beliebte Fliesenspiegel wegen der Fugen heute nicht mehr konform mit den gesetzlichen Hygienebestimmungen ist.
Bei der Auswahl der Fronten von Schränken und Schubladen ist auf wischdesinfizierbare und fugenfreie Flächen und Griffe zu achten. Falls der Steri komplett neu eingerichtet wird, empfiehlt es sich aus hygienischer Sicht, auf grifflose, durch eine Druckmechanik zu öffnende Möbel zu setzen.

Gute Arbeitsatmosphäre

Zwar bekommen die meisten Patienten den Steri gar nicht zu Gesicht, dafür aber umso mehr das Praxisteam. Ihre Mitarbeiter verbringen gerade in diesem Raum viel Zeit. Deshalb ist es wichtig, eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Eine entscheidende Voraussetzung dafür sind Ordnung und klares, schlichtes Design. Das vermittelt den Mitarbeitern überdies sofort, dass Hygiene hier oberstes Gebot ist. Auch wenn es vielleicht praktisch erscheint: Keinesfalls darf der Steri als Lagerraum genutzt werden. Schließlich ist der Aufbereitungsraum das Herzstück Ihrer Praxis in Sachen Hygiene – und keine „Rumpelkammer“.
Für stressfreies, angenehmes Arbeiten kommt es im Steri auf viele Details an. So muss für eine ausreichende und gute Beleuchtung – mindestens 500 Lux – gesorgt sein. Durch eine kluge und auf die Raumsituation abgestimmte Positionierung von Steckdosen und Anschlüssen können Sie Kabelsalat von Anfang an vermeiden.

Steri als Praxis-Highlight

Bei der Planung und Einrichtung des Aufbereitungsraums ist es sinnvoll, zukünftige Entwicklungen in der Praxis mitzudenken. Sei es, dass die Praxis wächst oder neue technische Entwicklungen auf den Markt kommen – am besten werden einige zusätzliche Anschlüsse schon vorgerüstet. So können später problemlos neue Geräte integriert werden.
Ein Aufbereitungsraum muss überdies nicht zwangsläufig ein Dasein hinter den Kulissen fristen. Durch Glasflächen lässt sich der Steri als einsehbarer Raum konzipieren. Das öffnet den Patienten nicht nur interessante Einblicke, sondern schafft auch Vertrauen. Denn Ihre Praxis setzt so das Signal: Bei uns wird großer Wert auf Hygiene gelegt. Positiver Nebeneffekt eines einsehbaren Aufbereitungsraums ist, dass die Mitarbeiter automatisch zur Ordnung angehalten werden.

Funktionell und schön

Bei der Planung eines Steri hegen ich und alle van der Ven-Einrichtungsexperten den Anspruch, nicht nur die gesetzlichen Richtlinien zu erfüllen. Wir schenken diesem Raum auch im Hinblick auf das Design genau so viel Aufmerksamkeit wie den übrigen für die Patienten sichtbaren Räumlichkeiten. Mit den eingangs beschriebenen Maßnahmen zur Markierung der Bereiche und ansprechend möbliert, kann der Steri ein Raum werden, der viel zu schade zum Verstecken ist.

Wenn Sie wissen möchten, wie auch Ihr Steri zu einem Hingucker in der Praxis werden kann, sprechen Sie uns einfach an.

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