Miteinander lernen und in Wohlfühlatmosphäre entspannt netzwerken: der ladies dental talk bei van der Ven. (Fotos: van der Ven)

Information und Austausch – von Frau zu Frau

„Von Frauen, für Frauen und vor allem miteinander.“ Initiatorin Dr. Karin Uphoff hat mit dem ladies dental talk ein außergewöhnliches Weiterbildungs- und Networking-Format ins Leben gerufen. „Im Fokus steht immer der unternehmerische Aspekt in der Dentalbranche und was speziell Frauen für ihren Praxiserfolg wissen wollen.“ Die Top-Themen wechseln ebenso wie die Locations, denn „in einem branchenfremden Ambiente ist man kreativer und offen für neue Erkenntnisse.“ In unserem Stammhaus in Ratingen stand im Mai die Praxis als Wohlfühlort im Mittelpunkt. Und wir stellten unter Beweis, dass wir der perfekte Wohlfühlort für Wissensvermittlung und Networking sind.

Die Wahl war auf van der Ven als ausnahmsweise nicht branchenfremden Veranstaltungsort gefallen, „weil sich das Depot mittlerweile über 110 Jahre auf dem Dentalmarkt behauptet und sich als Einrichtungsspezialist einen Namen gemacht hat.“ Schon die Sitzordnung – ein lockerer Stuhlkreis – zeigt, dass der ladies dental talk keine klassische Fortbildung ist. Wie wichtig ein solches Networking-Event speziell für Frauen ist, kristallisiert sich schnell heraus. Viele der Anwesenden berichten, dass sie im Laufe ihres Berufslebens, etwa bei Umbauvorhaben in ihren Praxisräumen, mit Vorurteilen aufgrund ihres Geschlechts zu kämpfen hatten.

Arbeiten und wohlfühlen

Außerdem bestätigen die Teilnehmerinnen die Erfahrung der geladenen Expertin der ApoBank und der van der Ven-Einrichtungsspezialistin Nadja Aufterbeck: Frauen modernisieren ihre Praxen oft peu à peu und legen viel Wert auf Details. “ Ihre Erwartungen formulierte eine Teilnehmerin: „Ich hoffe auf viele neue Einrichtungsideen. Schließlich verbringe ich viel Zeit in meiner Praxis, da muss es mir und dem Team dort auch gefallen.“

„IKEA-Welt für Zahnmedizinerinnen“

Auf rund 800 Quadratmetern präsentiert van der Ven komplett eingerichtete Behandlungszimmer mit unterschiedlichem Schwerpunkt – von natürlich-harmonisch bis poppig-skandinavisch. Bei der Führung durch den Showroom unterstreicht Nadja Aufterbeck, „dass ein schönes Ambiente die eigene fachliche Kompetenz perfekt ergänzt.“ Dabei komme es auch auf Details an. Ein Spender für Desinfektionsmittel etwa könne gut aussehen und seinen medizinischen Nutzen erfüllen. Am Beispiel des Muster-Steris im Showroom wies sie darauf hin, dass ein solcher Raum eben nicht nur nützlich, sondern auch schön sein könne. Einblicke in den Steri wüssten Patienten zudem als vertrauensbildend zu schätzen. Auch die neue Beauty Teeth Lounge, van der Vens Konzept für das CAD/CAM-Sprechzimmer der Zukunft, nehmen die Teilnehmerinnen beim Rundgang ausführlich unter die Lupe. Insbesondere der Lounge-Stil gehaltene Beratungsbereich stößt auf großes Interesse. Zudem gibt Nadja Aufterbeck bei dieser Gelegenheit Anregungen, wie leerstehende Praxisräume besser genutzt werden können: „Warum nicht als Wartezimmer für VIP-Patienten mit solcher Lounge-Moblierung oder ganz anders zum Beispiel als Kinderbetreuungsraum fürs Team?“

Designfaktor Personality

Anhand zahlreicher Vorher-Nachher-Beispiele von Praxen mit unterschiedlichen Herausforderungen illustriert Nadja Aufterbeck ihren Gestaltungsansatz: „Ich will Praxen mit Personality zu schaffen, die Behandler, Patienten und Team Spaß machen!“ Sie wies unter anderem darauf hin, wie bedeutsam der Faktor Orientierung ist – „schon jetzt sind 30 Prozent ihrer Patienten in irgendeiner Form beeinträchtigt und unsere Gesellschaft wird immer älter.“ Um den eigenen individuellen Stil zu verwirklichen, helfe es, „um die Ecke zu denken“ und zum Beispiel statt der üblichen Zeitschriften Literatur, Bildbände oder Basteltipps auszulegen oder einen Mix verschiedener Sitzgelegenheiten anzubieten. Auch die Rollen der Beleuchtung und guter Akustik seien bei einer Neugestaltung nicht zu unterschätzen. Helle Räume wirken gleich einladender und ausreichendes Arbeitslicht ist essenziell: „Ihre Augen sind Ihr Kapital.“ Nachträglich noch die Akustik zu verbessern, sei in der Regel teurer. Auch können nachträgliche Maßnahmen, es ästhetisch und qualitativ nicht mit solchen aufnehmen, die von Anfang an bei der Planung mitgedacht werden.

Genussvolles Netzwerken

Ein Zwei-Gänge-Menü im van der Ven-Bistro bietet anschließend reichlich Gelegenheit für dentales fachsimpeln und den Austausch mit den anwesenden Expertinnen des Netzwerks vom ladies dental talk. Sie können zum Beispiel Fragen zur Abrechnung, zur Finanzierung oder zum Steuerrecht beantworten.

Marktbeobachter und Trendsetter

Zum Abschluss des Abends interviewt Dr. Karin Uphoff den geschäftsführenden van der Ven-Gesellschafter Lars Gärtner. Er wirft dabei nicht nur einen Blick in die über hundertjährige Unternehmensgeschichte, sondern erläutert auch die besondere Strategie als Mittelständler. „Wir versuchen immer den Markt vorher zu lesen und entsprechend zu reagieren. Aus diesem Grund haben wir zum Beispiel van der ven 4D als Hightech-Experten ausgegliedert und schon vor zehn Jahren einen Online-Shop gegründet. Mit großem Erfolg: minilu.de ist heute das erfolgreichste Online-Depot in Deutschland.“ Ein Ergebnis der steten Marktbeobachtung ist auch, dass van der Ven die eigene Digitalisierung vorantreibt – im Augenblick wird an einem Customer Relationship Management gearbeitet. Er betont, dass die Bedürfnisse von Frauen für van der Ven immer mehr in den Fokus rücken. „Wir haben in den letzten Jahren viel Nachwuchs im Unternehmen bekommen und es ist selbstverständlich für uns, dass unsere Mitarbeiterinnen die Möglichkeit haben, Beruf und Familie zu vereinbaren“, berichtet er. „Auch richten wir unser Veranstaltungsprogramm verstärkt auf die Bedürfnisse von Frauen aus, ob mit einem Praxisgründungsforum für Zahnärztinnen, unserem 2. ZFA-Kongress oder indem wir unser Haus für den ladies dental talk zur Verfügung stellen.“
Die Erwartungen der anwesenden Frauen hat der 15. ladies dental talk im Hause van der Ven jedenfalls getroffen: Von „die Ideen hier im Showroom haben mich sehr inspiriert“ bis hin zu „ich habe viel gelernt und viele informative Gespräche geführt“ reicht ihr Feedback.

 

Impressionen vom ladies dental talk