Alt aber nicht altmodisch: Old- & Youngtimer (Foto: Fotolia)

In den besten Jahren

Die Temperaturen werden langsam wieder milder, die Tage länger. Was gibt es da Schöneres als eine Spritztour ins Grüne? So richtig spaßig wird das Ganze mit einem fahrbaren Untersatz, der mit Stil in die Jahre gekommen ist: einem Oldtimer, oder falls es nicht ganz so alt sein soll, einem Youngtimer. Die mehr oder weniger alten Schätzchen erfreuen sich großer Beliebtheit. Kein Wunder – machen sie doch nicht nur rein optisch eine Menge her, sondern sind zudem auch echte Wertanlagen.

 

Geschwungene Kotflügel, blitzender Chrom, echte Lederpolster, Holzarmaturenbretter – ihr hervorragendes Design und ihr Retro-Charme machen sie zu zeitlosen Stilikonen. Hinzu kommt: In Old- und Youngtimern genießt man einfach ein einzigartiges Fahrgefühl. Doch ab wann gilt ein Auto als Young-, wann als Oldtimer?

Die jungen Wilden

Eine genaue Grenze, ab wann ein Auto als Youngtimer durchgeht, ist nicht definiert. In der Regel spricht man bei 15 bis 20 Jahre alten Autos von Youngtimern. Besonders beliebt sind zur Zeit Sport- und Luxusautos aus den 1980er-Jahren, die bereits damals technisch gut ausgestattet, aber in der Anschaffung noch sehr teuer waren. Begehrte Modelle sind beispielsweise elegante Klassiker von Nobelmarken wie der Jaguar XJ 40 oder der Porsche 993. Aber auch Fahrzeuge anderer Hersteller, wie der Opel Kadett oder der Ford Capri, gehören zu den beliebten Youngtimern. Diese Autos sind heute teilweise noch ganz normal im alltäglichen Gebrauch. Auf der anderen Seite werden sie aber bereits als Kultfahrzeuge verehrt. Sie stehen in Garagen von Sammlern und werden gewartet und gepflegt. Immerhin legen die Jungen schon ordentlich an Wert zu. So erzielt beispielswiese der BMW Z1, Jahrgang 1989 bis 1991, Preise ab 25.000 Euro – Tendenz steigend.

Old but gold

Eine noch größere Wertsteigerung erfährt ein Fahrzeug schließlich, wenn es die 30-Jahre-Grenze überschritten hat. Ab dann gilt es als Oldtimer und darf ein H auf dem Kennzeichen tragen. Das H zeichnet das Auto als ein „erhaltenswertes kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ aus, so der offizielle Wortlaut. Dies bringt entschiedene Vorteile mit sich. Zum einen bietet es Zugang zu günstigen Oldtimer-Versicherungen. Zum anderen dürfen diese Autos in Städten mit Umweltzonen fahren, und zwar ganz ohne jegliche Plakette. Häufig sind diese alten Schätzchen aber so wertvoll, dass ihr Motor höchstens für besondere Anlässe sowie Messen nochmal angeschmissen wird.

Auf den Geschmack gekommen?

Wer ein paar besondere Oldtimer-Leckerbissen einmal live erleben möchte, der sollte sich die Techno-Classica in Essen nicht entgehen lassen. Dabei handelt es sich um die größte Oldtimermesse der Welt. In diesem Jahr findet sie vom 5. bis zum 9. April in der Messe Essen statt. Mit über 1.200 Ausstellern und mehr als 2.000 Fahrzeugen aus aller Welt ist die Techno-Classica eine absolute Sehenswürdigkeit – nicht nur für Old- und Youngtimer-Fans.