Geballten Informationen rund um Endodontologie und Endodontie lauschten die Teilnehmer beim „besonderen Vortrag“ bei van der Ven am 18. April 2018. (Fotos: van der Ven)

Endodontie-Wissen aus drei Generationen

Draußen herrschte sonnigstes Frühlingswetter. Trotzdem ließen sich mehr als 60 Zahnärztinnen und Zahnärzte die Gelegenheit nicht entgehen, Endodontie-Koryphäen aus drei Generationen bei van der Ven zu erleben. Bereits zum zweiten Mal ist es uns gelungen, Prof. Dr. Dr. Peter Gängler, Prof. Dr. Rudolf Beer und Dr. Tomas Lang für ein Event in unserem Haus zu gewinnen. Und wir freuen uns schon, dass bereits der nächste besondere Vortrag zum Thema Endodontie mit ihnen in Planung ist – dann sogar mit vier Generationen.

 

„Wir sind nicht nur sehr stolz, dass wir gleich drei so renommierte Referenten wieder für einen Event aus unserer Reihe „Der besondere Vortrag“ zu Gast haben. Es ist auch toll, dass diese Veranstaltung genauso erfolgreich ist wie die Erste“, freut sich Anna-Lena Spenner, Leiterin des Bereichs Trainings bei van der Ven.
Referent Dr. Tomas Lang kann ihr da nur beipflichten und betont eine weitere Besonderheit dieses Events: „Kein anderes Fachgebiet innerhalb der Zahnheilkunde hat eine so entscheidende Bedeutung, wenn es darum geht, ob ein Zahn erhalten werden kann oder nicht. Damit hat die Qualität der endodontischen Behandlung auch eine besondere Tragweite für die Patienten.“

Grundlagen zum Auftakt

Nach dem Willkommensgruß von Thomas Gärtner, dem geschäftsführenden Gesellschafter von van der Ven, machte Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Gängler den Auftakt an diesem Tag der besonderen Vorträge. Er lehrt an der Fakultät für Gesundheit im Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Witten/Herdecke und ist Geschäftsführer des Institute for Oral Medicine at the University of Witten/Herdecke. In seinem Vortrag beleuchtete er die Bedeutung der verschiedenen menschlichen Biofilme für die Zahnmedizin und den Einfluss der Wirtsreaktion etwa auf entzündliche Zahnerkrankungen. Auch hob er hervor, wie wichtig es ist, sich als Zahnarzt im Sinne der personalisierten Medizin ein Bild der Gesamtgesundheit des Patienten zu machen.

Brückenschlag von der Wissenschaft zur klinischen Praxis

Als zweite Generation der versammelten Endodontie-Spezialisten schlug Prof. Dr. Dr. Gänglers Schüler Prof. Dr. Rudolf Beer die Brücke von der Wissenschaft zur klinischen Expertise. Der Zahnarzt und Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin der Universität Witten/Herdecke präsentierte unter anderem Studienergebnisse zum richtigen Zeitpunkt für eine adhäsive Versorgung. Auch lag ein Fokus seines Vortrags auf den Langzeitfolgen unterschiedlicher Spüllösungen für die Zahnsubstanz.

Mikroskopische Kunstfertigkeit

Den abschließenden Vortrag übernahm stellvertretend für die dritte Generation Dr. Tomas Lang. Er hat bei Prof. Dr. Rudolf Beer studiert und ist Inhaber der Privatpraxis Sirius Endo für Endodontie sowie zertifiziertes Mitglied der ESE European Society of Endodontology. Seinen Ausführungen darüber, wie wichtig die Vergrößerung bei der endodontischen Arbeit ist, begann er mit einem unterhaltsamen Exkurs in die mikroskopisch kleine Kunstwelt des britischen Künstlers Willard Wigan. Dieser hat unter anderem eine winzige Charlie Chaplin-Figur auf eine Wimper gestellt. Solche Kunst zu schaffen, ist in der Endodontie nur mit der richtigen Vergrößerung möglich. Anhand von Videos erläuterte Dr. Tomas Lang außerdem, wie komplizierte Endodontie-Fälle unter anderem mit 3D-Röntgen behandelt werden können und gab Tipps für ergonomisches Arbeiten. Sirius Endo ist nicht nur eine endodontische Spezialpraxis für komplizierte Fälle, sondern auch eine Weiterbildungseinrichtung für die Endodontie. Damit aber die Wurzelkanalbehandlung erfolgreich wird braucht es neben einem gut geschultem Zahnarzt oder Zahnärztin auch ein gut geschultes Team. Deshalb bildet das Team von Sirius Endo neben den Zahnärzten auch die ZFA weiter, damit zum Beispiel Kofferdam Prozeduren oder spezielle exzentrische Röntgentechniken in jeder Praxis eine Selbstverständlichkeit werden.

Besonderer Vortrag bei einem besonderen Depot

Das Publikum beschränkte sich nicht allein auf aufmerksames Zuhören. Auf den von van der Ven bereitgestellten Materialien wurde eifrig mitgeschrieben und Smartphones wurden gezückt, um die Infos auf den Bildschirmen zu fotografieren. Aber natürlich wurde nicht nur geistige Nahrung geboten. In den Pausen konnten die Teilnehmer sich bei leckeren Kleinigkeiten stärken und auf der Terrasse des Bistros die Sonnenstrahlen genießen. Dr. Tomas Lang brachte den hohen Fortbildungsanspruch von van der Ven auf den Punkt: „Für mich ist van der Ven ein ganz besonderes Depot. Denn es ist nicht einfach nur ein Verkaufsraum, sondern bietet auch den perfekten Ort für Weiterbildungen, weil dafür die perfekte Infrastruktur bereitsteht – inklusive Live-OP-Saal – und auch das Drumherum einfach stimmt.“

Impressionen von diesem Event