Thomas Gärtner, geschäftsführender Gesellschafter bei van der Ven, übergibt wind- und wasserdichte Spezial-Schlafsäcke an die Kältehilfe des DRK Essen. (Bild: van der Ven)

Wasserdichte Spezial-Schlafsäcke als Spende für die DRK Kältehilfe

Die Arbeit des jungen niederländischen Modedesigners Bas Timmers aus Enschede, der innovative Wärmeoveralls für Menschen ohne Obdach produziert, hat Thomas Gärtner tief beeindruckt. Noch vor Beginn der Kältewelle gelang es dem geschäftsführenden Gesellschafter von van der Ven, eine größere Anzahl der wind- und wasserdichten Spezial-Schlafsäcke zu erwerben und an die Kältehilfe des DRK Essen zu spenden.

Es gibt zahlreiche Schwierigkeiten, die durch die einschneidenden Veränderungen in der Corona-Krise entstehen – aber auch Chancen. Innerhalb des vergangenen Jahres konnten viele Menschen neue Gewohnheiten etablieren. Während Weiterbildungen mit Hilfe digitaler Lösungen online angeboten wurden und sich Arbeitnehmer im Homeoffice neu lernten zu strukturieren, wuchs bei vielen Menschen das Bedürfnis nach ausgedehnten Spaziergängen in der Natur und einer anschließenden Heimkehr in ein gemütliches Zuhause. Unter dem Begriff Cocooning wurde dieses Phänomen, sich in einen wohligen Kokon zurückziehen zu wollen, in Worte gefasst.

Erschwerte Bedingungen für die Kältehilfe

Besonders benachteiligt und häufig vergessen sind in der Krise jene Menschen, denen kein Rückzug in ein Zuhause möglich ist. Bereits seit einigen Jahren stellt die Kältehilfe des DRK Essen im Winter Wärmezelte für Obdachlose zur Verfügung. Bei Minustemperaturen, Schnee oder gefährlichem Nachtfrost können wohnungs- und obdachlose Menschen dort Schutz und einen warmen Schlafplatz finden. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer ermöglichen ihren Gästen so auch Zugang zu Verpflegung, medizinischer Versorgung und Sozialkontakt.

Während der Corona-Pandemie sind die Unterstützungsmöglichkeiten der DRK Kältehilfe durch die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen und Hygienebestimmungen stark eingeschränkt. Um Abstände einhalten zu können und das Infektionsrisiko zu minimieren, werden deutlich weniger Schlafplätze in den Zelten angeboten. Durch die Maßnahmen zum Infektionsschutz ist es für obdachlose Menschen noch beschwerlicher als zuvor, den Winter zu überstehen. Viele sind zudem gesundheitlich stark vorbelastet.

Ein Modedesigner gibt dem Upcycling-Trend neue Bedeutung

Seine tiefe Erschütterung, als der obdachlose Vater eines Freundes in Enschede an Unterkühlung starb, wandelte der niederländische Modedesigner Bas Timmers vor einigen Jahren in Handeln um. Er entwarf den Sheltersuit, einen warmen, wind- und wasserdichten Schlafsack mit abnehmbarer Jacke, der zu einem Rucksack gefaltet werden kann. Dieser Spezial-Schlafsack aus hochwertigen recycelten Materialien kann nur aufgrund von Textil- und Geldspenden in größeren Mengen produziert werden und wurde bereits in verschiedenen Ländern an Obdachlose und Geflüchtete verteilt. Das Time Magazin ernannte Bas Timmers aufgrund seines Engagements zu einem der „Next Generation Leader“ des Jahres 2020.

Sheltersuits für die Kältehilfe des DRK Essen

Thomas Gärtner hat nach seiner Recherche über die faire und nachhaltige Produktion der Schlafsäcke schnell Kontakt zu Bas Timmers aufgenommen und eine größere Anzahl der Sheltersuits gekauft. Das beeindruckende Engagement des jungen Niederländers gilt als Vorbild für aktives Handeln. Seine Wärmeoveralls bieten für das DRK Essen eine Möglichkeit, obdachlose Menschen in Zeiten der Kontaktbeschränkungen besser zu unterstützen. Unter Einhaltung der Hygienevorschriften konnte Thomas Gärtner die Schlafsäcke persönlich an die DRK Kältehilfe übergeben. Elke Zbiera, Leitung der DRK Kältehilfe in Essen, ermöglichte eine reibungslose Übergabe der Spende.

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