Heute nicht mehr wegzudenken: die digitale Volumentomographie (Foto: Sirona)

Der DVT für Jedermann

Ein Kommentar von Frank Giefer, Verkaufsleiter bei van der ven 4D

Der digitale oder auch dentale Volumentomograph (DVT) feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag: 1996 wurde mit dem NewTom 9000 der weltweit erste DVT installiert. Ab 2007 begann die Technologie der dentalen 3D-Bildgebung sich nicht nur in Kliniken, sondern auch in Praxen zu verbreiten. Zu dieser Zeit waren zunächst nur reine DVT-Geräte ohne die Möglichkeit der 2D-Bilderfassung erhältlich – und das mit recht großem Volumen und vor allem zu sehr hohen Preisen. Deshalb fand man sie damals hauptsächlich in Praxen von Kiefer- und Gesichts- oder auch Oralchirurgen. Seitdem hat es eine rasante Entwicklung gegeben.

 

Jeder Röntgenhersteller hat inzwischen mehrere DVT-Systeme in seinem Portfolio. Hybridgeräte, also 2D-/3D-Kombinationsgeräte, zum Teil sogar mit Fernröntgenmöglichkeit, sind inzwischen die Norm. Die Systeme unterscheiden sich unter anderem in der Größe des maximal darstellbaren Field of View (FOV). Angefangen bei 4 x 4 Zentimetern, also einem Zylinder mit einem Durchmesser und einer Höhe von jeweils 4 Zentimetern, gibt es Systeme mit einem FOV bis zu einer Größe von 15 x 15 Zentimetern. Reine DVT-Systeme im High-End-Bereich bilden Volumengrößen bis zu 24 x 19 Zentimetern und somit den kompletten Schädel ab. In der Zahnarztpraxis durchgesetzt hat sich aber inzwischen ein Standardvolumen von 8 x 8 oder 10 x 10 Zentimetern.

Indikation und Strahlenbelastung

Alle Geräte haben heute die Möglichkeit, das maximale Volumen auf verschiedene Größen zu kollimieren und somit das FOV auf die Region of Interest (ROI) zu fokussieren sowie Auflösung und Kontrast anzupassen. Damit wird die Strahlendosis der Indikation der Aufnahme entsprechend reduziert.
Modernste Sensortechnik sowie der Einsatz intelligenter Aufnahmeverfahren und Berechnungsalgorithmen sorgen bei DVT-Aufnahmen mittlerweile für eine sehr geringe Strahlenbelastung. So lässt sich guten Gewissens der Bereich für Indikationen, die eine DVT-Aufnahme rechtfertigen, stetig erweitern.

Vielseitig einsetzbar

Während bislang vor allem implantologische Fragestellungen Einsatzgebiet für die dreidimensionale Bildgebung in der Zahnarztpraxis waren, werden DVTs heute für sehr viele Bereiche der Zahnmedizin genutzt:

  • Chirurgie: Lagebestimmung retinierter Zähne/Darstellung von Nervverläufen und Austrittspunkten/Kieferhöhlendiagnostik/posttraumatische Diagnostik/raumfordernde Prozesse wie Zysten, periapikale Läsionen und Tumore/Planung sonstiger chirurgischer Eingriffe
  • Implantologie: Vermessung und Planung von Implantatspositionen/Backwardplaning und Herstellung von Bohrschablonen/Augmentationsplanung
  • Endodontie: Wurzelfrakturen/zusätzliche Wurzelkanäle bzw. Via falsa
  • Parodontologie: Visualisierung der knöchernen Parodontalsituation
  • Kiefergelenksdiagnostik: Vermessung des Kiefergelenkraumes/optische Kontrolle der Kiefergelenkdynamik
  • Kieferorthophädie: Lagebestimmung/Therapieplanung

Aktuelle Hybridgeräte sind inzwischen sehr kompakt, sodass sie ohne Einschränkungen in jedem Röntgenraum montier- und auch komfortabel verwendbar sind. Bei der Bildqualität werden weder bei der Standard-Panoramaaufnahme noch bei der 3D-Aufnahme Kompromisse eingegangen. Die Verwendung der 3D-Diagnostik- und Planungssoftware ist heutzutage sehr anwenderfreundlich und schnell zu erlernen, sodass die Arbeit einfach von der Hand geht.

Lohnenswerte Investition

Das Einstiegspreissegment für DVT-Geräte liegt heute bei circa 40.000 Euro netto. Für circa 50.000 Euro erhält man bereits ein System, welches mit einem FOV von 10 x 10 Zentimetern keine Wünsche offen lässt und alle zahnärztlichen Indikationen abdeckt. Die Erstellung und Analyse einer DVT-Aufnahme wird über die Positionen 5370 und 5377 der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Dabei amortisiert sich die Anschaffung eines solchen Systems schon ab circa zwei bis drei DVT-Aufnahmen pro Monat. Vor allem gibt einem die 3D-Diagnostik aber die Sicherheit, das eigene Spektrum zu erweitern. Nicht zuletzt lässt sich Zeit sparen, da sich durch die genaue Diagnostik im Vorfeld einer Therapie böse Überraschungen vermeiden lassen. Zusätzliche positive Effekte sind ein höherer Patientenkomfort und eine bessere Patientenbindung, da der Patient nicht in eine andere Praxis überwiesen werden muss.
Aber nicht nur wegen des Praxisimages, sondern vor allem wegen der Planungs- und Behandlungssicherheit sowie der Dokumentation aus forensischen Gründen gehört ein DVT mittlerweile fast zur Standardausstattung einer modernen Zahnarztpraxis.

Lassen Sie sich beraten

Der medizinische Nutzen ist sehr groß. Damit auch dem wirtschaftlichen Nutzen nichts im Wege steht, haben wir bei van der Ven spezielle Angebote für Sie entwickelt, die eine 100-prozentige Kostenkontrolle und stetige Aktualisierung der Technik garantieren – wie zum Beispiel unser aktuelles 4D-Angebot des Monats.

Extra-Tipp: Sollte die Anschaffung eines DVT-Systems für Sie in den nächsten 18 Monaten infrage kommen, bemühen Sie sich am besten bereits jetzt um den obligatorischen Nachweis der DVT-Fachkunde. Es wurde schon angekündigt, dass sich der Aufwand und die Kosten für diese Kurse in Zukunft erhöhen werden. Sprechen Sie uns gerne an.