Frank Giefer, Verkaufsleiter bei van der ven 4D (Foto: van der Ven)

Datensicherheit ist Selbstschutz!

Ein Kommentar von Frank Giefer, Verkaufsleiter bei van der ven 4D

Als IT-Experte bei van der ven 4D geht es mir wie vielen Kollegen bundesweit: Kaum ein Tag vergeht, ohne dass wir ausrücken müssen, um in Praxen Rechner zu retten, die etwa von Viren oder Trojanern lahmgelegt wurden. Schleicht sich solche Schadsoftware ins Netzwerk ein, sind meist Datenverluste oder sogar finanzielle Schäden zu beklagen. Hauptgrund dafür sind Mängel in Sachen Datensicherheit. Höchste Zeit, aktiv zu werden!

„In meiner Praxis ist sowieso nur ein Rechner online!“ oder „Der kostenlose Virenscanner aus dem Netz reicht doch völlig!“ – noch immer bekommen wir als IT-Spezialisten solche Sätze zu hören. Doch diese Einstellung ist zunehmend praxisfern: Nicht nur die Cyberkriminalität steigt rasant an, auch der Umgang mit digitalen Patientendaten erfordert zusätzlichen Schutz. Außerdem laufen immer mehr Arbeitsprozesse online. Deshalb hat die Bundeszahnärztekammer bereits vor geraumer Zeit reagiert und einen Leitfaden mit Empfehlungen zur Datensicherheit herausgegeben. Als Experte sehe ich darin einen richtigen Ansatz. Allerdings sind die Anforderungen teilweise deutlich zu niedrig, teilweise schießen sie übers Ziel hinaus – für mich ein weiteres Zeichen für die allgemeine Unsicherheit in Sachen Datensicherheit.

Ohne Netz geht nichts
Dabei ist schon lange klar: Ohne die Verbindung ins Internet geht es heute nicht mehr, die digitale Praxis ist Realität! Das beginnt beim Online-Banking, geht über die Laborabrechnung per XML-Datei und reicht bis zur Online-Terminvergabe und dem Mailverkehr. Zudem müssen große Praxen mehrere Standorte vernetzen, immer mehr Praxen nutzen die Möglichkeit der Fernwartung, immer häufiger gibt es auch Heimarbeitsplätze. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung setzt seit mehr als zwei Jahren die papierlose Abrechnung der Leistungen voraus. Und mit Blick auf Online-Rezepte und die elektronische Gesundheitskarte werden die Anforderungen an die Datensicherheit noch einmal steigen. Dabei sind Angriffe von außen durch Trojaner, Viren oder Phishing-Mails nicht die einzige Gefahrenquelle: Genauso viele Schadensfälle kommen von innen. Zum Beispiel wenn für den Datentransfer zwischen Online-Rechner und Praxisnetz ein USB-Stick genutzt wird, über den unwissentlich ein Virus eingeschleust wird. Oder wenn Mitarbeiter infizierte Speichermedien von zu Hause mitbringen, um eigene Musik zu hören. Um es klar zu sagen: Wo Computer eingesetzt werden, gibt es keine Quarantäne-Situation mehr!

Vier-Punkte-Sicherheitskonzept als Basis
Es ist unverständlich, warum sich immer noch so viele Praxen der Gefahr aussetzen, Schiffbruch in Sachen Datensicherheit zu erleiden. Deshalb müssen Zahnärzte sich Gedanken über ein grundsätzliches Sicherheitskonzept für ihre Praxis machen. Unsere Sicherheitsexperten empfehlen, das von van der ven 4D selbst erarbeitete Vier-Punkte-Sicherheitskonzept für Praxen zu beachten. Damit ist einen grundlegender, guter Schutz gewährleistet. Kern dieses Sicherheitskonzepts sind die Firewall und Antivirusprogramme, quasi das Sicherheitspersonal der digitalen Praxis! Die Kosten für dieses System liegen unter 100 Euro im Monat – eine Investition, die sich in vielerlei Hinsicht mehr als rechnet.

Denn die Wiederherstellung eines von Viren zerstörten Systems kostet schnell einen vierstelligen Betrag, wobei der Daten- und Arbeitszeitverlust in der Praxis noch gar nicht eingerechnet ist. Deshalb werde ich nicht müde zu betonen: Sicherheit zu schaffen heißt auch, Geld und Arbeitszeit für die Wiederherstellung der Systeme zu sparen – und damit jede Menge Ärger.

4_Punkte_Sicherheitskonzept